Der Vatikan dementiert Berichte über den Rupnik-Prozess – Opfer finden weiterhin kein Gehör
Er erklärte, die Prüfung sei noch im Gange, und das Gremium prüfe derzeit Unterlagen der betroffenen Diözesen, der Jesuiten, der betroffenen Parteien sowie der Presse. „Während des Verfahrens dürfen, wie bei jedem gerichtlichen Verfahren, aus Respekt vor dem Verfahren selbst und um den Beteiligten keinen Schaden zuzufügen, keinerlei Informationen über laufende Vorgänge weitergegeben werden.“
Bruni fügte hinzu, dass das kirchenrechtliche Strafverfahren „gemäß dem Kirchenrecht Aufschluss über Schuld oder Unschuld geben kann“, während Rupnik weiterhin den zivilrechtlichen Bestimmungen und Verjährungsfristen der Länder unterliegt, in denen die mutmaßlichen Straftaten begangen wurden.
Unterdessen erklärte Laura Sgrò – die Anwältin, die fünf Frauen vertritt, die Rupnik beschuldigen –, das Verfahren im Vatikan sei nahezu völlig undurchsichtig gewesen.
Sie erklärte gegenüber der Associated Press, dass ihre Mandantinnen bis Juli 2026 noch nie als Zeuginnen im kirchenrechtlichen Verfahren des Vatikans vorgeladen worden seien. In einem Schreiben an Kardinal Víctor Manuel Fernández erklärte Sgrò, niemand aus dem Vatikan habe auf ihre Anrufe oder E-Mails reagiert, in denen sie um Informationen zu dem Fall gebeten habe.
„Wie lässt sich das, was hier geschieht, mit den Begriffen Recht, Wahrheit, Gerechtigkeit und Fairness vereinbaren?“, schrieb sie. „Hat das Verfahren begonnen? Wenn ja, wie ist der aktuelle Stand des Falles? Wer sind die Richter? Was ist aus den Anträgen meiner Mandantinnen auf Zulassung als Geschädigte geworden? Warum wurden diese Frauen nicht als Zeuginnen vorgeladen?“
AI-Übersetzung